Wie weiß ich was ich will?

Zugegeben, die Frage herauszufinden, wie wir wissen was wir wollen, ist schwierig. Denn du musst sie für dich selbst beantworten.

Aber ich kann dir schon mal sagen: Du weißt es höchstwahrscheinlich bereits.

Und: du kannst alles tun, wenn du weißt, was es ist. Das zu tun, was man will ist recht abstrakt gefasst, daher möchte ich im Voraus ein paar Gedanken einräumen.

Zu tun was man will, bedeutet zu lieben was man tut.

Es heißt nicht, zu tun was man kann.  Die eigenen Stärken und Fähigkeiten als Grundlage zu benutzen, um herauszufinden was wir tun wollen erscheint mir unlogisch. Denn nur was man liebt zu tun, dafür ist man bereit die grundlegenden Fähigkeiten wie Hingabe und Durchhaltevermögen auch umzusetzen. Es ist das, wozu wir bestimmt sind. Es ist, was wir wollen.

 

Fluch und Segen

Die Schwierigkeit herauszufinden was man möchte, liegt einfach in den unendlichen Auswahlmöglichkeiten. Kein Mensch zuvor konnte sich so einfach Zugang zu so vielen Informationen verschaffen, wie wir heute. Eine wunderbare Freiheit – doch da wir nun gezwungen sind, uns eigene Ziele zu setzen, auch ein Fluch.

Die Erwartungshaltung

Rekapituliere einmal alle deine Zielvorstellungen für dein Leben, sei es ein angesehener Arzt zu sein, Astronaut oder Autohändler; ein Buch zu schreiben, mehr Geld zu verdienen oder ein Projekt zu beginnen. Sind diese Ziele wirklich von dir selbst gewählt? Oder projiezierst du die Erwartungshaltung deiner Eltern oder Lehrer, die deiner Freunde und deines allgemeinen sozialen Umfeldes auf die Vision die du von dir selbst hast?

Andere und Du

Es ist gut möglich, dass du nicht weißt was du willst, aber sehr wohl was andere von dir erwarten. Eigenartig nicht? Es ist klar, dass wir unbewusst auf diese Botschaften reagieren. Jeder möchte gern alles richtig machen. Also frage dich: „Wer sagt das?“.

Wie Barbara Sher ( eine bewundernswerte Autorin aus New York) schreibt, ist „Interesse die höchste Form des Respekts“. Oft sind es fremde Menschen, die uns tatsächlich danach fragen, was wir tun oder wollen – schon seltener ist es die eigene Familie oder enge Freunde.

Damit möchte ich jedoch nicht die Verantwortung an jemand anderes abgeben, als an dich selbst. Dennoch schadet es nicht, zu erkennen wo wir stehen und welche Botschaften welchen Einfluss auf uns ausüben.

5% Planung, 95% Umsetzung

 

Sher macht in ihrem Kapitel „Wie man sein Glück findet“ auf einen einzigen Punkt aufmerksam: Aktiv werden. Erfahre in der Wirklichkeit Dinge, die mit deinen Wünschen zu tun haben, es gibt dir erste Eindrücke und hilft, nachzudenken.

Auch fördert es das Selbstwertgefühl, denn dadurch das wir etwas tun, steigt unsere Selbstachtung. Und durch gesteigerte Selbstachtung sind wir wiederum eher geneigt, etwas zu unternehmen.

Das eine folgt dem anderen nicht, es handelt sich hier um das Prinzip der wechselseitigen Ursache und Wirkung. Wenn wir hinausgehen, um uns über ein bestimmtes Thema mehr Wissen anzueignen, so sammelt man automatisch schon auf dem Weg neue Erfahrungen und kommt mit Menschen in Kontakt, mit denen man über eben diese Themen spricht.

Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. „Wieviel Glück dir zuteil wird, hängt von deiner Bereitschaft zu handeln ab.“

„Ich könnte alles tun!“ (klick)

Worin auch immer man erfolgreich sein will, gilt: Nicht zu viel Zeit auf die Planung zu verschwenden, lieber anpacken und machen! Den perfekten Plan gibt es nicht, die perfekte Erfahrung schon. Wir besitzen einen großartigen Instinkt dafür, was wir uns wirklich wünschen. Ich rate jedem, seiner Sehnsucht zu vertrauen und anzufangen.

Tagträume und Ziele

Strikt unterscheiden muss ich an dieser Stelle zwischen Tagträumen und Zielen. Tagträume sind eher unrealistische Vorstellungen. Jeder träumte schon einmal ein Rockstar oder der reichste Mensch der Welt zu sein. Sogar das kann als Ziel in Angriff genommen werden, scheidet jedoch bei den meisten Menschen als realistische Vision aus. Was wir uns jedoch als Ziel setzen, wirklich bewusst setzen, das kann durch hinreichende Aktionsplanung durchaus in die Tat umgesetzt werden.

 

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Wenn Mut oder Angst keine Rolle spielten? Wenn wir zu sehr auf Sicherheit setzen, entgehen wir den größten Abenteuern unseres Lebens, glaub mir. Zu ignorieren, wonach wir uns Sehnen ist ein Kapitalverbrechen. Die Folge: Lebenslange Gefangenschaft.

Und falls du ähnlich wie ich gestrickt bist sei noch gesagt: Wir haben alle ein klein wenig „Ich will die Welt retten“ in uns, doch es reicht für den Anfang, wenn wir nur einen Menschen retten. Und es ist okay, wenn dieser Mensch du selbst bist. ;)

 

Wenn dir mein Beitrag gefallen hat, bitte teile ihn mit Freunden und Bekannten! Oder folge mir auf FB unter „Menschvonmorgen“! :)

Falls du noch nicht motiviert genug bist, hilft dir vielleicht mein Mindset (klick) weiter!

2 Gedanken zu “Wie weiß ich was ich will?

Kommentar verfassen